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Satellitengestützte Kommunikation

Von Dipl. Kom. Wilfred Lindo

Weltweit ist der Start für die orbitale Kommunikation freigegeben. Ein Dutzend von Anbietern investiert Milliarden in Satellitendienste, die den Weg für leistungsfähige und ortsunabhängige Kommunikation ins nächste Jahrhundert weisen sollen. Das Angebot zielt dabei sowohl auf den Massenmarkt der mobilen Kommunikationsdienste als auch auf den Datentransport im professionellen Umfeld. Wer letztlich die Nase vorn haben wird, steht noch in den Sternen.

Im Orbit herrscht Aufbruchstimmung. Bereits eine Vielzahl von Trabanten umkreisen die Erde, um weltweit eine satellitengestützte Kommunikation zu ermöglichen. Wenn es nach den Vorstellungen der großen, internationalen Kommunikationskonzerne geht, dann folgt in den nächsten Jahren noch eine Vielzahl von Satelliten. Dann soll es an jedem Platz der Welt möglich sein, mit einer Rufnummer in bester Qualität zu telefonie-ren oder Daten auszutauschen. Dabei ist das Telefonat via Satellit nicht unbedingt neu.

Doch in den letzten Jahren bläst, alles was Rang und Namen in der Branche hat, zum Angriff auf die antiquierte Technik. Mit neuen Satellitennetzen und der entsprechenden Ausstattung am Boden können zukünftig Geschäftsleute, Reisende und jeder der auf eine weltweit übergreifende Kommunikation nicht verzichten kann, von jedem Ort auf unserem Planeten aus telefonieren oder Daten austauschen. So drängen eine ganze Reihe von Anbietern auf den Satellitenmarkt.

Technische Voraussetzungen
Fast alle neuen Systeme setzen auf Satellitennetze, die die Erde vorwiegend in niedriger Höhe umspannen. Dabei unterscheidet man zwischen erdnahen (Low Earth Orbit=LEO) und mittleren (Medium Earth Orbit=MEO) Umlaufbahnen. LEO-Systeme nutzen den Orbit bis zu einer Höhe von 1.500 Kilometer. MEO-Systeme sind in einer Höhe von rund 10.000 Kilometer zu finden. Im Gegensatz dazu, nutzen klassische Satellitensysteme, die geostationäre Umlaufbahn in 36.000 Kilometer Höhe. Die jeweiligen Satelliten befinden sich immer an der gleichen Position über der Erde und funktionieren fast wie ein riesiger Funkturm.

LEO- und MEO-Systeme sind durch die niedrige Höhe im Orbit in der Lage, durch starke Antennen einen störungsfreien Direktempfang für Handys zu ermöglichen. Zudem fallen Laufzeitverzögerungen wie bei herkömmlichen, geostationären Satelliten gänzlich weg. Hinzukommt, dass beim Empfang via Satellit keinerlei Hindernisse zwischen Antenne und Empfänger auftreten. Allerdings hat die niedrige Umlaufbahn auch Ihre Nachteile, denn je geringer der Radius ist, desto kleiner ist das Feld, das ein einzelner Satellit abdecken kann. Entsprechend benötigen Sie zur flächendeckenden Versorgung eine Vielzahl von Satelliten, um durch die Aneinanderreihung der einzelnen Felder alle Gegenden der Erde zu erreichen.

Über den Autor:
Redaktionsbüro Lindo http://www.lindo.de.


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