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Desktop Publishing (DTP): Von der Idee bis zum fertigen Druck

Von Dipl. Kom. Wilfred Lindo

Der Begriff Desktop Publishing (DTP), auch als ComputerAided Publishing (CAP) oder Electronic Publishing (EP) bezeichnet, ist am besten mit dem Begriff ´Publizieren am Schreibtisch´ zu übersetzen. Erst Mitte der 80ziger Jahre wurde der Begriff geprägt. Zu diesem Zeitpunkt erschienen die ersten Programme, die die Produktion von Druckwerken am Leuchttisch mit Hilfe von Klebstoff und Schere zumindest zu einem Großteil auf den Bildschirm des Personalcomputers verlagert. Kleine und mittelgroße Publikationen lassen sich oft ohne zusätzliche Nachbesserungen erstellen und bearbeiten. Bis zur endgültigen Belichtung wird die Vorlage dabei nur noch zur Kontrolle ausgegeben. Damit kommt DTP dem Ziel des angestrebten papierlosen Arbeitsplatzes schon sehr nahe.

Kaum ein anderer Bereich in der Computerbranche hat in den letzten Jahren eine solch starke Weiterentwicklung erfahren. Schnell lösten DTP-Lösungen die Arbeit von mehreren Spezialisten ab. Was bisher in Arbeitsteilung entstand, kann heute bereits an einem Arbeitsplatz entstehen. So erzeugt ein DTP-Spezialist an einem Computer die gesamte Erstellung der Druckvorlagen für eine Publikation. Sowohl die Arbeit vom Autor, Gestalter, Schriftsetzer, Grafiker, Layouter und Drucker als auch die externe Dienstleistung von Satzstudios und Reproanstalten laufen zusammen.

Möglich wurde die Weiterentwicklung des DTP erst durch die Verbreitung der grafischen Benutzeroberflächen (GUI). Vorreiter im unteren und mittleren Preisbereich war hier die Firma Apple Computer, die mit ihren Rechnern LISA und Macintosh schon früh einen hohen Grad bei der Anwenderfreundlichkeit und Grafikfähigkeit erreichte. Andere Oberflächen sind beispielsweise Xwindows unter Unix. Im PC-Bereich hat sich Windows klar durchgesetzt.

Die neuen grafischen Benutzerschnittstellen warfen erneut das Problem der Wiedergabe auf. Das Prinzip des WYSIWYG (´What you see is what you get´/´Was du siehst, ist das, was du bekommst´) wurde im Verlaufe der Jahre perfektioniert mit dem Ziel, irgendwann einmal wirklich auch die letzte Hürde zwischen Bildschirmausgabe und letzendlichem Druckerzeugnis zu beseitigen.

Über den Autor:
Redaktionsbüro Lindo http://www.lindo.de.


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