Der Klassiker: der Bausparvertrag
Von
Dipl. Kom. Wilfred Lindo
Bausparverträge sind die Klassiker der deutschen Immobilienfinanzierung. Sie werden vom Staat mit der Wohnungsbauprämie und der
Arbeitnehmersparzulage gefördert. Ein Bausparvertrag funktioniert so: Ein Bausparer vereinbart ein Bauspardarlehen und zahlt zunächst
Sparbeiträge in seinen Bausparvertrag ein. Wenn die Summe der Beiträge eine bestimmte Höhe erreicht hat (die so genannte Zuteilungsgrenze
liegt für gewöhnlich zwischen 30% und 60% der Bausparsumme), wird der Vertrag zuteilungsreif und das Bauspardarlehen ausgezahlt. Der
Bausparer zahlt jetzt weiterhin seine gewohnten Beiträge, die jetzt allerdings zur Tilgung des Bauspardarlehens dienen.
Da Bauspardarlehen für gewöhnlich einen äußerst günstigen Zinssatz haben, werden Sie am liebsten zur Finanzierung großer Anschaffungen
(wie eben eine Immobilie) genutzt. Sie können aber prinzipiell für jeden beliebigen Zweck verwendet werden.
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Inzwischen gibt es Bauspartarife, die auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Bausparer zugeschnitten sind. Finanzierungstarife richten sich
an den klassischen Bausparer, der mittelfristig ein Haus oder ähnliches finanzieren möchte. Für den kurzentschlossenen Immobilienkäufer bieten
sich eher die Expresstarife der Bausparkassen an. Wer seinen Bausparvertrag als Geldanlage nutzen möchte, sollte sich an die Renditetarife
halten – diese bieten hohe Zinsen für das Guthaben, die Darlehenszinsen hier zwar sind weniger attraktiv, aber das Darlehen wird in diesen
Fällen meist ohnehin nicht in Anspruch genommen. Wer noch nicht genau weiß, was er mit seinem Bausparvertrag später anfangen möchte,
sollte sich für einen Optionstarif entscheiden, der die spätere Anpassung der Konditionen ermöglicht.
Über den Autor:
Redaktionsbüro Lindo http://www.lindo.de.
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